Das Forschungszentrum Angewandte Informatik im Überblick

Übersicht

Informatik ist allgegenwärtig in Form von Anwendungen: sowohl im privaten Bereich, als auch im beruflichen Umfeld und öffentlichen Leben. Das Forschungszentrum Angewandte Informatik ist eines von vier Forschungszentren an der Hochschule Darmstadt. Es bündelt Forschungsaktivitäten aus sechs Fachbereichen. Aktuelle Forschungsergebnisse werden angewendet auf gesellschaftlich relevante Fragestellungen, z.B. in den Bereichen Gesundheitswesen, Medien, Telekommunikation, Industrie, Handel, Tourismus und Kultur.
Die Themen sind weit gefächert und umfassen z.B. Künstliche Intelligenz / Machine Learning, Data Science, Internet of Things, Industrie 4.0, Smart Home / Smart Cities / Smart Grids, Cloud Computing, Mixed Reality, Verlässlichkeit und Sicherheit von Software, sowie Cybersecurity und Privacy.
Die Mitglieder des Forschungszentrums sind aktiv involviert in angewandten Forschungsprojekten, finanziert durch Unternehmen oder nationale und internationale öffentliche Einrichtungen. Sie sind stets offen für neue, interessante Kooperationen.

Aufbau

Das Forschungszentrum untergliedert sich in fünf Forschungsschwerpunkte: Artificial Intelligence und Data Science, Cybersecurity und Privacy, Internet of Things and Smart Production, Language Technology und Data-intensive Applications. Jeder Schwerpunkt hat eine Sprecherin oder einen Sprecher. Sie vertreten die Interessen der Schwerpunkte im Leitungsgremium. Das Leitungsgremium trifft organisatorische Entscheidungen zusammen mit der Zentrumsleitung. Hier wird über die Vergabe der Zentrumsmittel entschieden. Zusätzlich wurde im Rahmen des Forschungszentrums eine Koordinatoren und eine Laboringeneursstelle geschaffen, um die Mitglieder zu unterstützen.
Der Koordinator des Forschungszentrums unterstützt die Mitglieder bei Anträgen, bei der Organisation von Events und bildet die Schnittstelle zwischen den Mitgliedern, der Hochschule und externen Partnern. Zusätzlich ist hier die Öffentlichkeitsarbeit verortet. Zudem wurde auch Forschungsinfrastruktur geschaffen, die als Enabler in der Forschung fungiert. So haben alle Mitglieder Zugriff auf eine skalierbare Forschungsinfrastruktur. Dadurch können den Mitgliedern kostenfrei, unkompliziert und schnell Server für eine Vorstudie oder ein neues Forschungsprojekt zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich zentrale Dienste, wie Dokumentenmanagementwerkzeuge, Entwicklerwerkzeuge und Projektmanagementwerkzeuge runden das technische Angebot für die Mitglieder ab.

Zielsetzung Schwerpunkte:

Data-Intensive Applications

Die Kolleginnen und Kollegen des Forschungsschwerpunkt Data-Intensive Applications beschäftigen sich mit Anwendungen und Technologien zum Umgang mit sehr großen Datenmengen. Dabei stehen neben Datenanalysen insbesondere Technologien zur Skalierbarkeit, Wartbarkeit und Zuverlässigkeit von datenintensiven Applikationen im Vordergrund.

Sprecherin: Prof. Dr. Uta Störl

Uta Störl ist seit 2005 Professorin für Datenbanken und Informationssysteme an der Hochschule Darmstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Big Data und Digital Humanities. An der Hochschule Darmstadt hat Uta Störl das Big Data Competence Center aufgebaut und leitet dieses seit 2014. Vor Ihrer Berufung an die Hochschule Darmstadt war sie bei der Dresdner Bank in im Research- bzw. Projektmanagement-Bereich tätig.

Data Science und AI

In vielen Bereichen treffen heute zunehmend Computer wichtige Entscheidungen, basierend auf künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Große Datenbestände bilden das Material in dem Computer Zusammenhänge finden die ein Mensch ohne maschinelle Hilfe niemals entdecken kann. Die Schwerpunktgruppe Artificial Intelligence und Data Science des Forschungszentrums Angewandte Informatik macht die Verfahren der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens aus großen Datenbeständen praktisch nutzbar.

Die Mitglieder der Schwerpunktgruppe beschäftigen sich mit allen nötigen Prozessschritten, von der Beschaffung, der Auswahl und Speicherung der Rohdaten über die  Datenkorrektur und die Selektion relevanter Merkmale bis hin zur Auswahl der richtigen Algorithmen und der Bereitstellung der Ergebnisse. Sie haben praktische Berufs- und Projekterfahrung in unterschiedlichen Branchen wie Industrie, Finanzdienstleistung, Verwaltung und Medizin gesammelt. Die Schwerpunktgruppe ist daher ein idealer Ansprechpartner zur Lösung anspruchsvoller Aufgaben in den Bereichen Artificial Intelligence und Data Science.

Sprecher: Prof. Dr. Peter Muth

Peter Muth ist Professor für Datenbanken an der Hochschule Darmstadt. Er war in verschiedenen leitenden Funktionen in einer Lebensversicherung, der Deutschen Bundesbank und der europäischen Zentralbank tätig. Seine Forschungsinteressen sind liegen in den Bereichen Datenbanken, Performance und Data Science.

Internet of Things und Smart Production

Die letzten Jahre zeigen einen signifikanten Preisverfall kleiner Prozessoren mit einhergehender Zunahme der Leistungsfähigkeit. Dazu kommt eine stetig zunehmende Vernetzung einer Vielfalt von Geräten sowohl untereinander als auch Anbindung an das Internet und die damit verbundenen zentralen Services. Die Forschungsgruppe Internet of Things und Smart Production befasst sich in diesem Umfeld mit Embedded Systems, Netzwerkarchitekturen und Übertragungsprotokollen in kurz- und langreichweitigen Netzwerken, wie sie bei aktuellen Anwendungen in smarten Produktionsanlagen oder Prozessketten aber auch u.a. im Smart Home Bereich zum Einsatz kommen. Ergänzt wird das Know-how der Forschungsgruppe mit durchgängigen Servicearchitekturen zur Realisierung von aktuellen Anwendungen in der Informations- und Kommunikationstechnik.

Sprecher: Prof. Dr. Andreas Müller

Andreas Müller ist Professor für Technische Informatik und Grundlagen der Informatik am Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt. Zuvor war er viele Jahre bei der Deutschen Telekom AG im Bereich Voice und IP Netze in verantwortlicher Position beschäftigt und hat dort den Netzumbau maßgeblich mit gestaltet.

Language Technology

Daten und Informationen sind eine wichtige Grundlage unserer Gesellschaft. Ein großer Teil davon ist sprachlicher Natur, also Texte oder auch gesprochene Sprache. Die Forschungsgruppe „Language Technology“ beschäftigt sich damit, wie das Verständnis und die Generierung von Sprache automatisiert werden können. Das geht von der Erkennung von Wort- und Satzgrenzen über die Erkennung der grammatischen Strukturen bis zur semantischen Analyse von Sätzen und der automatischen Generierung. Typische Anwendungen sind automatische Übersetzung, Opinion Mining, Chatbots oder auch Sprachinterfaces zu semantischen Suchmaschinen. Ein Projekt des Forschungsschwerpunkts ist die „Germeval Task 2018 — Shared Task on the Identification of Offensive Language” (https://projects.fzai.h-da.de/iggsa/).

Sprecherin: Prof. Dr. Melanie Siegel

Melanie Siegel ist Professorin für Informationswissenschaft – insbesondere semantische Technologien an der Hochschule Darmstadt. Sie beschäftigt sich seit 25 Jahren mit Themen der Sprachtechnologie, an den Universitäten Bielefeld und Saarbrücken, am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken, bei der Firma Acrolinx in Berlin und seit 2012 an der h_da. Weitere Informationen: www.melaniesiegel.de

Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Angewandte Informatik

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Offizielles Poster: